Schwarzburg

So. 08. Juli 17:00 Wallendorf Orgelkonzert

Sa. 16. Juni 14:00 Schwarzburg Jubelkonfirmation mit Abendmahlsfeier

         1.  Orgel-Präludium  -  Einzug der Jubelkonfirmanden

2.  Begrüßung

3.  Gemeindelied:  EG 317,1-3  Lobe den Herren, den mächtigen K

4.  Ehr‘ sei  -  Kyrie  -  Ehre sei Gott  +  EG 179,2  Wir loben, preisn

5.  Gebet des Tages

6.  Lied: Meine Zeit steht in denen Händen (iPad)

7.  Biblische Lesung: 2 Kor 4,16-18

8.  Predigt: 2 Kor 4,16-18

9.  Gemeindelied:  EG 395,1-3  Vertraut den neuen Wegen

10.  Gedächtnis der Konfirmation  -  Einsegnung + Urkunde

11.  Lied: Meine Zeit steht in denen Händen (iPad)

12.  Feier des heiligen Abendmahles  EG 707,2  Beichte

                   EG 708     Absolution

13.  Mitteilungen + Verabschiedung + Segen

14. Gemeindelied:  EG 580,1-3  Dass du mich einstimmen lässt

15.  Orgel-Postludium  -  Auszug der Jubelkonfirmanden

 

        Organist: B.K.

 

Gemeindekirchenrat Schwarzburg

Waldemar Böttner

Benno Keller   (stellvertr. Vorsitzender, ehrenamtl. Organist))

Beate Löffler

Beate Nordhaus

Sabine Schönberger

Kai Zimmermann

 

Oberpfarrer Gerd Fröbel   (Vorsitzender)

Pastorin Esther Fröbel   (beratendes Mitglied)


Bankverbindung

Kirchengemeinde Schwarzburg

IBAN DE94 8309 4444 0003 7328 86

BIC GENODEF1PN1


INFO Talkirche Schwarzburg

Geschichte

 

In Schwarzburg standen einst zwei Kirchen, die über Jahrhunderte das geistliche Leben im Ort bestimmten. Zu einem sehr frühen Zeitpunkt - um 1100 - wird im Schwarzatal eine kleine Kapelle erwähnt, die der heiligen Margarethe - einer Märtyrerin aus Antiochia, geb. 307 - geweiht war.

 

Kapelle

 

Im Jahr 1572 wurde die Kapelle neu erbaut und der Heiligen Dreifaltigkeit - Gott-Vater - Sohn und Heiliger Geist - gewidmet.

 

1712 wurde die Kapelle ausgebessert und später wegen Baufälligkeit nur noch zu Begräbnisfeiern genutzt.

 

Schlosskirche

 

1713 ließ Fürst Ludwig Friedrich von Schwarzburg im Schlossbereich eine Schlosskirche bauen, die dem Fürstenhaus und den Gemeindegliedern von Schwarzburg zur geistlichen Heimat werden sollte.

 

Beim Schlossbrand 1726 brannte auch die Schlosskirche ab und wurde nach dem Neubau 1738 wieder eingeweiht. In der Zwischenzeit diente das Untergeschoss des Kaisersaales als Interimskirche.

 

Von 1738 an war die Schlosskirche das geistliche Zentrum von Schwarzburg. Ein Schlossprediger - der in Unterweißbach wohnte - versorgte Schwarzburg und das Schloss.

 

Von Allendorf nach Unterweißbach

 

1710 war Schwarzburg von der Muttergemeinde Allendorf abgetrennt worden und bildete von da ab bis 1935 eine Einheit mit Unterweißbach. Dem Schlossprediger stand in im Schwarzburger Schloss ein Zimmer zur Verfügung.

 

Einsatz für den Neubau der Talkirche

 

Die Talkirche Schwarzburg verfiel im Laufe der Zeit immer mehr. Schlossprediger Kabis  und der damalige Lehrer und Kantor Magnus Voigt - 1931 Ehrenbürger von Schwarzburg - wiesen immer wieder in Gemeindeversammlungen, vor dem Fürstenhaus und in ihrer beruflichen Tätigkeit auf die Notwendigkeit einer intakten Kirche im Tal Schwarzburg hin. Beide haben sich mit großem Engagement für den Neubau der Talkirche eingesetzt.

 

Dabei waren große Schwierigkeiten zu überwinden. Die größte war die Mittellosigkeit der Kirchengemeinde. Kantor Voigt  beschreibt in seinen Aufzeichnungen die alte Kirche als eine „dem Einsturz nahe Bretterbude“.

 

Das Dach war mir Schindeln gedeckt und ließ überall Regen durch. Die Wände und Fensteröffnungen waren mit Brettern verschlagen, der Fußboden gestampfter Lehm.

 

Die Kirche hatte weder Chorraum noch Empore. Der leere Raum diente dem Totengräber zur Aufbewahrung seiner Werkzeuge und der Totenbahre.

 

Den Neubau in Angriff zu nehmen und durchzuführen - und damit der Gemeinde ein Zeichen der Hoffnung zu setzen - haben wir diesen beiden verdienstvollen Männern zu verdanken.

 

Im Frühjahr 1882 wurde „nach zweijähriger Verhandlung“ die alte Kirche weitgehend abgerissen und mit dem Neubau begonnen. 

 

Innerhalb eines dreiviertel Jahres war der Bau vollendet - für damalige Verhältnisse eine großartige Leistung.

 

Kirchweihe 1882

 

Am Zweiten Advent - 10. Dezember - 1882 wurde die Talkirche eingeweiht.

 

Auf ausdrücklichen Wunsch der Gemeinde wurde die aus dem Jahr 1712 stammende Kanzel mit den Palmen und der Altaraufbau mit dem geschnitzten Monogramm Jesu in der erneuerten Talkirche belassen. 

 

Nach mündlicher Überlieferung soll diese etwas eigenwillige Kanzel von einem Pfarrer in Auftrag gegeben worden sein, der einige Zeit als Missionar in Afrika gewirkt hatte.

 

Eine kleine - 1661 von Jakob König gestiftete - Glocke rief die Gemeinde und die Gäste bis 1976 zum evangelischen Gottesdienst. Diese Glocke läutet jetzt - seit Dezember 1986 - vom Albert-Schweitzer-Gemeindehaus in Köditz und ruft dort die Gemeinde zusammen.

 

Neuer Kirchturm

 

Da der kleine Turm auf dem Dach der Talkirche baufällig wurde, musste er 1973 aus Sicherheitsgründen abgetragen werden.

 

Ein neuer Kirchturm konnte Dank vieler Spenden von Gemeindegliedern und Gästen sowie vieler unentgeltlicher Arbeitsleistungen bis 1976 erbaut werden. Neben einer geräumigen Glockenstube für ein neues Geläut entstand auch ein kleiner Unterrichtsraum im Kirchturm.

 

Neue Glocken

 

Vier neue Bronzeglocken konnten 1976 - wiederum Dank vieler Spenden - angeschafft werden. Die Glockenweihe und die Einweihung des neuen Turmes erfolgte am 24. Oktober 1976 unter großer Beteiligung der Gemeinde und der Nachbargemeinden.

 

Neue Orgel

 

Seit Einbau der elektrischen Plattenheizung in die Kirchenbänke 1968 werden auch im Winter die Gottesdienste in der Kirche gefeiert. 

 

Die aus dem Jahr 1882 stammende Orgel der Firma Eifert, Stadtilm wurde 1982 durch eine neue Orgel der Firma Schönefeld, Stadtilm ersetzt. Am 23. Mai 1982 fand die Orgelweihe statt. Die Orgelempore musste einige Meter vorgezogen werden. Die notwendigen Arbeiten besorgte der Tischlermeister Werner Keller aus Schwarzburg.

 

Seit dem Abriss der Schlosskirche 1939/40 ist die Talkirche nun das einzige Gotteshaus in Schwarzburg. Es wird von der kleinen evangelischen Gemeinde genutzt und erhalten. 

 

Von Unterweißbach nach Allendorf zurück

 

Nach dem Abriss der Schlosskirche und dem Bau einer eigenen Kirche in Sitzendorf 1932 wurde Schwarzburg 1935 von Unterweißbach abgetrennt und kam zur ehemaligen Muttergemeinde Allendorf zurück.

 

Der frühere Friedhof um die Talkirche wurde in den 1970er Jahren aufgelöst. 1976 wurde zur großen Freude der Schwarzburger und ihrer Gäste die bestehende Anlage um die Talkirche herum durch die Kommune gestaltet.

 

Generalsanierung

 

Der Zahn der Zeit, die Witterung sowie ein großes Hochwasser im April 1994 hatten die Talkirche stark beschädigt, sodass umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig wurden.

 

Nach ausführlichen Vorarbeiten begann die Sanierung im Rahmen eines Städtebauförderungsprogrammes im Herbst 2006, gerade im Zeitraum einer Vakanzvertretung.

 

Aus finanziellen Gründen mussten die Maßnahmen in drei Jahresscheiben aufgeteilt werden (2006 bis 2009). Die Kirchengemeinde musste für den Eigenanteil an den Baukosten einen Kredit in Höhe von 50.000 € aufnehmen. 

 

Dieser deckte jedoch nicht einmal die Hälfte des Eigenanteiles, zumal die Kommune Schwarzburg keine Mittel zur Verfügung stellen konnte. Insgesamt hat die Sanierung der Talkirche Schwarzburg mehr als 300.000 € gekostet.

 

Holzbalken wurden ausgewechselt, Ausfachungen erneuert, Dach- und Fassadenarbeiten durchgeführt, Fenster repariert, Elektrik und Fußboden erneuert. 

 

Im Herbst 2008 konnte die erneuerte Turmzier mit der Dokumentensammlung aufgesetzt werden.

 

Die Talkirche Schwarzburg ist seit 2011 Radwegekirche am Schwarzatal-Radweg. In den Sommermonaten ist sie für Besucher verlässlich geöffnet.

 

Von Allendorf zu Döschnitz

 

Seit März 2017 - nach Aufhebung des Pfarramtes Allendorf - gehört die Kirchengemeinde Schwarzburg zum Kirchspiel Döschnitz-Lichte. Von Döschnitz aus geschieht die geistliche Versorgung Schwarzburgs.